Das 3. Jahrzehnt – 1987 bis 1996

(Basierend auf dem Originaltext von Gerd Meyer, aktualisiert von Stefan Wientjes)

Boule als Turniersport – Der Weg zum Leistungssport
Aus dem ursprünglich geselligen Freizeitsport der Gründerzeit entwickelte sich in den folgenden zwanzig Jahren ein klar leistungsorientierter Boulesport.
Die Spielerinnen und Spieler des BC 1966 Saarlouis kämpften nun mit sportlicher Ernsthaftigkeit um jeden Punkt – hart und verbissen, aber stets fair und respektvoll.
Die Spielkultur im Verein entwickelte sich kontinuierlich weiter und erreichte in dieser Phase ein beachtliches Niveau.

Anerkennung durch den Saarländischen Boule‑Verband
Der BC 1966 Saarlouis leistete durch die Ausrichtung offizieller Turniere und sein großes Engagement im Saarländischen Boule‑Verband (SBV) wichtige Beiträge zur Förderung des Boulesports im gesamten Saarland.

Der SBV würdigte diese Verdienste mit der Goldenen Ehrennadel für folgende Vereinsmitglieder:

  • Walter Engstler (1987)
  • Otmar Martin (1989)
  • Norbert Traut (1989)
  • Monika Fritsch (1996)

Im Glanz des Sonnenkönigs – Saarlouis als Boule‑Magnet
Die sportlichen Erfolge des Vereins steigerten nicht nur das Ansehen des BC 1966 – sie wirkten weit über die Vereinsgrenzen hinaus.
Saarlouis wurde in diesen Jahren zu einem beliebten Ziel für Boulespielerinnen und Boulespieler aus dem gesamten Saarland, anderen Bundesländern sowie aus Lothringen, Luxemburg und Belgien.
Das Boulodrôme mit seinem besonderen Ambiente im Stadtgarten bot den idealen Rahmen für sportliche wie gesellschaftliche Veranstaltungen und trug zum positiven Image der Festungsstadt bei.

 

Geselligkeit und Kommunikation – neue Vereinsziele
Nachdem der Verein sportlich fest etabliert war, rückten neue Themen in den Mittelpunkt: Wie sollte sich der BC 1966 Saarlouis weiterentwickeln? Welche Schwerpunkte sollten für die Zukunft gesetzt werden?

Unter der Leitung von Otmar Martin konkretisierte der Vorstand die Idee, das Vereinsgelände um einen Erweiterungsbau zu ergänzen.
Ziel war die Schaffung eines modernen, offenen Raums für Geselligkeit und Kommunikation – passend zu einem Verein, der längst in der Mitte des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens angekommen war.

1987 – Genehmigte Pläne, aber kein Bau
Im Jahr 1987 lagen die Pläne der Stadt für das neue Gebäude bereits vor.
Doch der Vorstand scheute letztlich das finanzielle Risiko und entschied sich gegen die Umsetzung. Stattdessen wurde für Turniere lediglich eine provisorische mobile Überdachung des Baugrundstücks eingerichtet. Diese Entscheidung verhinderte den von Otmar Martin angestrebten und eigentlich dringend benötigten Impuls für die Entwicklung des kommenden Jahrzehnts (1987–1996).

Damen Weltmeisterschaft 1988

Die Damen Weltmeisterschaft für Doublettes fand vom 30-09.1988 bis 02.10.1988 in Palma de Mallorca statt. Deutschland belegten den 11. Rang mit dem Damen-Team Monika Fritsch und Sieglinde Jacobs. Wegen des Verzichts von Ilse Maurer rückte Sieglinde Jakobs nach.

Von admin

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