Das 1. Jahrzehnt – Gründung 1966 bis 1976
(Basierend auf dem Originaltext von Werner Schmidt, aktualisiert von Stefan Wientjes)

Der Beginn einer neuen Leidenschaft - 1965
Im Sommer 1965 kehrte der Rodener Heinz Speicher – später Gründungsmitglied des Boule‑Club Saarlouis – von seiner Hochzeitsreise
aus Südfrankreich zurück. Im Gepäck: ein Satz glänzender Boulekugeln, die schnell für Aufsehen sorgten.
Bei einem gemütlichen Abend im „Kater‑Turm“ ließ Heinz die Kugeln herumgehen, und wenig später wurden
vor dem Lokal die ersten Würfe ausprobiert. Ohne dass es jemand ahnte, war dies der Start der Boule-Ära in Saarlouis. 

Die ersten Schritte – Begeisterung ohne Pause
Schon wenige Wochen später fuhren Heinz’ Freunde nach Lothringen, um sich dort eigene Kugeln zu besorgen. Auf dem freien Platz neben dem „Kater‑Turm“ wurde fortan täglich gespielt – bei jedem Wetter, mit viel Neugier und Begeisterung. Boule war damals vor allem ein geselliges Spiel. An einen Verein dachte zunächst niemand.


Die Gründung des Vereins – 7. Juli 1966
Das änderte sich, als die Stadt Saarlouis 1966 half, am „Kater‑Turm“ richtige Bouleplätze anzulegen. Damit entstand erstmals ein offizieller Rahmen – und die Spieler erkannten, dass sie einen Verein brauchten, um als Ansprechpartner gegenüber der Stadt auftreten zu können. Am 07. Juli 1966 wurde der Boule‑Club Saarlouis schließlich im „Kater‑Turm“ gegründet.



Gründungsmitglieder waren:

  • Ludwig Hoeller
  • Dieter Gruschke
  • Heinz Speicher
  • Manfred Speicher
  • Werner Schmidt
  • Werner Grescher
  • Rüdiger Vaterrodt

Zum ersten Vorsitzenden wurde Willi Amann gewählt. Innerhalb weniger Monate wuchs der neu gegründete Club auf rund 50 Mitglieder an.

 

 

Erste Turniere und sportliche Begegnungen


Bereits am 10. September 1966 fand der erste internationale Vergleichskampf statt:
Unter dem Motto „Frankreich gegen Deutschland“ trat eine sechzehnköpfige Mannschaft der damaligen französischen Garnison gegen die Saarlouiser Spieler an. Der Doublette‑Vergleich endete 5:3 für die französischen Gäste.
Schon zuvor hatten die Vereinsmitglieder ihr erstes internes Pokalturnier ausgetragen – ein Einzelwettbewerb mit leidenschaftlichen Partien. Die Entscheidungssätze wurden damals noch bis 15 Punkte gespielt.
Im Finale standen sich Dieter Gruschke und Heinz Speicher gegenüber. Sieger wurde Heinz Speicher, der zur Feier des Tages ein kleines Fässchen Bier spendierte – sehr zur Freude aller Beteiligten und der Unterstützer des jungen Vereins wie Karl Leinen („Mockle“) und Hermann Spoo („der rote Spoo“).

1973: Otto Fritsch wird zum dritten Mal Pokalmeister. Die Trophäe ging in seinen Besitz über. Von links_ RüdigerVaterrodt (1. Vorsitzende), Otto Fritsch, der Finalist Peter Arweiler
1972: von links: Werner Gretscher, Alfred Kiefer, Otto Fritsch, Guido Sasso-Sant, Werner Schmidt, Alfred Trampert
1974: Otto Fritsch ist erneut Pokalsieger. Von links Rüdiger Vaterrodt, Otto Fritsch, Fritz Bock, Guido Sasso-Sant

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Rangliste – Jeder gegen jeden
Im Sommer 1966 organisierte der Verein zusätzlich ein Ranglistenturnier mit 29 Teilnehmern. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen jeden“.
Nach 26 Runden lagen vorne:

  1. Dieter Gruschke
  2. Heinz Speicher
  3. Werner Gretscher
  4. Hans Fox
  5. Werner Schmidt
  6. Ludwig Hoeller

Am Ende gewann Dieter Gruschke die Rangliste und wurde damit erster Vereinsmeister des Boule‑Club Saarlouis.

 

Ein gelungener Saisonabschluss
Zum Abschluss der Saison veranstaltete der junge Verein einen zünftigen Spießbratenabend auf dem Bouleplatz – ein frühes Beispiel für die Gemeinschaft, die den Club bis heute prägt.

Vorsitzende BC Saarlouis 1966-1975

Die Geschichte des Katerturm Saarlouis
Quelle: Wikipedia

Im Sommer 1955 fand die 16. Internationale Rallye der Fédération Internationale de Camping et de Caravaning (FICC) statt. Aus diesem Anlass übernachteten im Stadtgarten von Saarlouis 4037 Camper aus 20 Nationen in etwa 200 Wohnwagen und 1000 Zelten. Das Motto der Veranstaltung lautete Nous venons de l’Europe, nous restons en Europe („Wir kommen aus Europa, wir bleiben in Europa“). Mit dem Treffen wurde im Vorfeld der Volksabstimmung über das Saar-Statut, über das im selben Jahr entschieden werden sollte, für die Europa-Idee geworben.

 

Zur Bequemlichkeit der Teilnehmer wurden eine Wechselstube und ein Restaurant eingerichtet; außerdem brauchte die Rallyeleitung ein Büro und Empfangsräume. Diese Einrichtungen waren in einem Gebäude untergebracht, das durch den heute noch erhaltenen Torbogen samt dem rund zehn Meter hohen Katerturm geschmückt wurde. Im Gegensatz zu den mobilen Unterkünften der Gäste waren diese Bauten aus hellem Naturstein gemauert und hatten eine gewisse Ähnlichkeit mit einer mittelalterlichen Burganlage. Die Bauzeit betrug nur 50 Tage.

Während die übrigen Bauten plangemäß nach der Veranstaltung wieder abgerissen wurden, überdauerten Torbogen und Flaggenturm die nächsten Jahrzehnte.Ein Restaurant wurde erst später eingerichtet.

1966 wurde im damals noch existenten Restaurant des Katerturms der Boule-Club Saarlouis gegründet. Dies war der erste Boule-Club des Saarlandes und der zweite in Deutschland.

2001 wurde die Sanierung des Turmes im Zuge der Stadtgartensanierung beschlossen und in den Jahren 2007/08 wurde das Bauwerk mit einem Aufwand von etwa 60.000 Euro saniert und mit Bodenstrahlern ausgestattet. Dabei wurde das alte Eternitdach im Bereich des Tores durch eine Zinkdeckung ersetzt und die verglaste Austrittslaterne nach dem alten Muster neu hergestellt. Die Steinfassade wurde gereinigt und die Stahlbewehrung repariert; ferner wurde im Inneren des Turmes ein neuer Boden gelegt.

Der Katerturm, der neben dem Saarlouiser Schwimmbad steht, ist im Rahmen von Stadtführungen zu besichtigen.

 

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